Mit der Einführung der FLEX-Serie im März 2026 stehen Fakturia-Interessenten erstmals vor einer echten Grundsatzentscheidung: dem bewährten Modell der Business-Serie mit monatlicher Grundgebühr und Inklusivkontingenten folgen – oder auf die neue, rein umsatzbasierte FLEX-Serie ohne Grundgebühr setzen? Beide Modelle haben ihre Berechtigung, richten sich aber an unterschiedliche Unternehmensphasen und Risikoprofile. Dieser Beitrag hilft bei der Einordnung.
Die Business-Serie: Planbarkeit durch feste Kalkulation
Die Business-Serie ist das etablierte Fakturia-Modell: Eine monatliche Grundgebühr sichert ein definiertes Inklusivkontingent an Verträgen, das für die meisten laufenden Geschäftsvorgänge ausreicht. Wer dieses Kontingent überschreitet, zahlt einen transparenten Zusatzbetrag pro weiterem Vertrag. Der große Vorteil: Die monatlichen Fixkosten sind von Beginn an bekannt und lassen sich exakt in die Unternehmensplanung einbeziehen – unabhängig davon, wie sich der eigene Umsatz entwickelt.
Für Unternehmen mit einem bereits etablierten, stabilen Vertragsbestand ist das ein entscheidender Vorteil: Die Kosten für die Abrechnungsinfrastruktur sind vorhersehbar, was insbesondere für die Budgetplanung im Finanzcontrolling wichtig ist. Auch Unternehmen, die bereits eine kritische Masse an Verträgen erreicht haben, profitieren häufig von der Kostendegression innerhalb der Grundgebühr – ab einer bestimmten Vertragsanzahl ist die Business-Serie günstiger als eine rein umsatzbasierte Abrechnung.
Die FLEX-Serie: Kein Fixkostenrisiko für Startups
Die FLEX-Serie verfolgt einen fundamental anderen Ansatz: keine monatliche Grundgebühr, sondern eine Abrechnung, die sich rein am tatsächlich erzielten Umsatz orientiert. Für junge Unternehmen und Startups, die ihre Umsatzentwicklung noch nicht zuverlässig prognostizieren können, ist das ein erheblicher Vorteil. Es entsteht keine Verpflichtung zu Fixkosten, die unabhängig vom Geschäftserfolg anfallen – ein Aspekt, der gerade in der kritischen Frühphase eines Unternehmens, wenn Liquidität knapp und jede Kostenposition unter Druck steht, entscheidend sein kann.
Das Modell folgt damit einer Logik, die viele Startups bereits von anderen Software-Kategorien kennen: Die Kosten wachsen mit dem eigenen Geschäftserfolg mit, statt im Voraus fixiert zu sein. Wer im ersten Monat kaum Umsatz über Fakturia abrechnet, zahlt entsprechend wenig – wer wächst, zahlt proportional mehr, hat im Gegenzug aber auch die entsprechenden Einnahmen bereits erzielt.
Konkrete Szenarien: Wann passt welches Modell?
Ein frisch gegründetes SaaS-Startup, das gerade die ersten zahlenden Kunden gewinnt und dessen monatlicher Umsatz noch stark schwankt, ist mit der FLEX-Serie in der Regel besser bedient. Die Abwesenheit einer Grundgebühr schont die Liquidität in einer Phase, in der jeder eingesparte Euro zählt – und das Fehlen einer festen monatlichen Verpflichtung passt zur grundsätzlichen Unsicherheit der Frühphase.
Ein etabliertes Unternehmen mit mehreren hundert aktiven Verträgen und stabilem, planbarem Umsatzwachstum profitiert dagegen häufig stärker von der Business-Serie: Die Kalkulationssicherheit einer festen monatlichen Gebühr erleichtert die interne Budgetplanung, und die Inklusivkontingente sind bei hohem Vertragsvolumen in der Regel wirtschaftlicher als eine fortlaufende umsatzbasierte Abrechnung.
Für Unternehmen im Übergang – etwa ein Startup, das gerade die Seed-Phase verlässt und in eine Wachstumsphase mit stabileren Umsätzen eintritt – lohnt sich eine regelmäßige Überprüfung: Was heute mit der FLEX-Serie sinnvoll war, kann in einem Jahr mit stabilerem Geschäft durch die Business-Serie günstiger und planbarer werden. Der Wechsel zwischen beiden Serien ist bei Fakturia unkompliziert möglich, sodass Unternehmen ihr Tarifmodell an die jeweilige Unternehmensphase anpassen können, statt sich langfristig festzulegen.
Beide Modelle: Gleicher Funktionsumfang
Unabhängig von der gewählten Serie steht der vollständige Funktionsumfang von Fakturia zur Verfügung: automatischer Rechnungsversand, Recurring Payment über alle unterstützten Payment-Provider, automatisches Mahnwesen, DATEV-Export, E-Rechnung in ZUGFeRD und XRechnung sowie die vollständige REST-API. Die Wahl zwischen FLEX und Business ist also ausschließlich eine Frage des Abrechnungsmodells für die Fakturia-Nutzung selbst – nicht eine Frage unterschiedlicher Funktionalität.
Die Entscheidung selbst treffen
Wer unsicher ist, welches Modell zur eigenen Situation passt, muss nicht raten: Über die kostenfreie Sandbox unter fakturia.de/testmandant lässt sich der vollständige Funktionsumfang unverbindlich testen. Für eine individuelle Einschätzung, welches Tarifmodell angesichts der eigenen Unternehmenssituation wirtschaftlich sinnvoller ist, empfiehlt sich ein Beratungsgespräch mit einem Fakturia-Experten, der auf Basis der konkreten Vertragszahlen und Umsatzstruktur eine fundierte Empfehlung geben kann.