Rechtsformen in Deutschland im Überblick

Vom Einzelunternehmen bis zur Aktiengesellschaft: Die Wahl der Rechtsform entscheidet über Haftung, Buchführungspflicht und steuerliche Behandlung. Hier finden Sie alle 10 deutschen Unternehmensrechtsformen im Überblick.

Warum die Rechtsform so wichtig ist

Die Rechtsform eines Unternehmens bestimmt maßgeblich, wie stark die Gründerinnen und Gründer persönlich haften, welche Buchführungspflichten gelten und wie die laufende Besteuerung aussieht. Für jede Rechtsform planen wir eigene, ausführliche Detailseiten mit rechtlichen und steuerlichen Besonderheiten, einem empfohlenen Software-Toolstack für Fakturierung und Buchhaltung sowie weiteren praktischen Tipps. Diese Übersicht bündelt bereits jetzt die wichtigsten Eckdaten zu allen 10 Rechtsformen.

Einzelunternehmen

Personengesellschaft

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GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts)

Der einfachste Zusammenschluss mehrerer Personen zu einer gemeinsamen Unternehmung, oft formlos durch mündliche Vereinbarung möglich. Alle Gesellschafter haften unbeschränkt und gesamtschuldnerisch – auch für Verbindlichkeiten, die ein anderer Gesellschafter verursacht hat.

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OHG (Offene Handelsgesellschaft)

Eine auf den Betrieb eines Handelsgewerbes ausgerichtete Personengesellschaft mit Eintragungspflicht ins Handelsregister. Wie bei der GbR haften alle Gesellschafter unbeschränkt, jedoch gelten zusätzlich die strengeren handelsrechtlichen Buchführungspflichten.

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KG (Kommanditgesellschaft)

Kombiniert unbeschränkt haftende Komplementäre mit Kommanditisten, deren Haftung auf ihre Einlage begrenzt ist. Beliebt als Struktur, um Kapitalgeber einzubinden, ohne ihnen die volle unternehmerische Haftung aufzuerlegen.

Kapitalgesellschaft

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GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)

Die beliebteste deutsche Kapitalgesellschaftsform: Mindeststammkapital von 25.000 Euro, Haftung grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt. Erfordert notarielle Gründung, Handelsregistereintragung und doppelte Buchführung mit Jahresabschluss.


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UG (haftungsbeschränkt)

Die sogenannte Mini-GmbH: Gründung bereits ab einem Euro Stammkapital möglich, bei ansonsten weitgehend identischen Regeln wie die GmbH. Ein Teil des Jahresgewinns muss gesetzlich zurückgelegt werden, bis das reguläre GmbH-Mindestkapital erreicht ist.


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GmbH & Co. KG

Eine hybride Struktur, bei der eine GmbH als Komplementärin die unbeschränkte Haftung übernimmt, wodurch keine natürliche Person persönlich unbeschränkt haftet. Kombiniert die Flexibilität einer Personengesellschaft mit dem Haftungsschutz einer Kapitalgesellschaft.

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AG (Aktiengesellschaft)

Die klassische Rechtsform für größere Unternehmen und Börsengänge, mit einem Mindestgrundkapital von 50.000 Euro und einer dreistufigen Organstruktur aus Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Ermöglicht die Kapitalbeschaffung über Aktienausgabe.