Rechnungssoftware-Vergleich für Einzelunternehmer

sevDesk, easybill, Lexware Office und Fakturia FLEX One im Kostenvergleich für Einzelunternehmer – inklusive der Frage, ab welchem Monatsumsatz sich welches Modell lohnt.

Warum die Wahl der Rechnungssoftware für Einzelunternehmer wichtig ist

Als Einzelunternehmer sind Sie für Ihre Rechnungsstellung und Buchhaltung selbst verantwortlich, oft ohne eigene Buchhaltungsabteilung im Rücken. Eine passende Rechnungssoftware muss deshalb nicht nur rechtssicher sein – etwa mit korrekter E-Rechnung-Unterstützung nach ZUGFeRD und XRechnung –, sondern sich auch an ein häufig schwankendes Auftragsvolumen anpassen, wie es für Einzelunternehmer typisch ist.

Vergleich gängiger Rechnungsprogramme für Einzelunternehmer

AnbieterEinstiegspreisAbrechnungsmodellBesonderheit
sevDeskab ca. 9,90 €/Monat (Jahresabo)Feste monatliche GrundgebührStarke Banking-Integration, moderne Oberfläche
easybill0 € (Free) bzw. ab ca. 17 €/MonatFeste monatliche GrundgebührFokus auf E-Commerce, viele Shop-Anbindungen
Lexware Officeab ca. 7,90 €/MonatFeste monatliche GrundgebührEinfacher Einstieg, optionale Lohnabrechnung
FastBillab ca. 9,90 €/MonatFeste monatliche GrundgebührZusatzkosten für weitere Nutzer und Layouts
Fakturia (FLEX One)keine Grundgebühr1,9 % vom UmsatzKein Fixkostenrisiko bei schwankendem Umsatz

Alle genannten Preise verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer und können sich beim jeweiligen Anbieter ändern – eine Prüfung der aktuellen Tarife vor der endgültigen Entscheidung ist empfehlenswert.

Kostenvergleich nach Monatsumsatz

Der entscheidende Unterschied zwischen den etablierten Anbietern und Fakturias FLEX-Serie liegt im Abrechnungsmodell: Während sevDesk, easybill, Lexware Office und FastBill eine feste monatliche Gebühr verlangen, unabhängig davon, wie viel Sie tatsächlich abrechnen, berechnet Fakturia im FLEX-One-Tarif ausschließlich 1,9 Prozent Ihres tatsächlichen Umsatzes – ganz ohne Grundgebühr.

MonatsumsatzFakturia FLEX One (1,9 %)sevDesk Rechnungeasybill StarterLexware Office M
300 €5,70 €9,90 €17,00 €13,90 €
500 €9,50 €9,90 €17,00 €13,90 €
1.000 €19,00 €9,90 €17,00 €13,90 €
2.000 €38,00 €9,90 €17,00 €13,90 €
5.000 €95,00 €9,90 €17,00 €13,90 €

Wann sich Fakturia FLEX One besonders lohnt

Die Rechnung zeigt ein ehrliches Bild: Bis zu einem Monatsumsatz von etwa 500 bis gut 1.000 Euro – abhängig vom jeweiligen Vergleichstarif – ist Fakturia FLEX One günstiger als die festen Monatsgebühren der etablierten Anbieter. Oberhalb dieser Schwelle übersteigt der prozentuale Anteil die feste Gebühr der Konkurrenz. Gerade für Einzelunternehmer in der Gründungsphase, mit stark schwankendem Auftragsvolumen oder einer nebenberuflichen Tätigkeit mit unsicherem Umsatzverlauf ist das kein Nachteil, sondern der eigentliche Vorteil: Es entsteht überhaupt kein Fixkostenrisiko in umsatzschwachen Monaten, während etablierte Anbieter die volle Grundgebühr auch bei einem einzigen abgerechneten Auftrag verlangen.

Fakturia ist nicht nur für Abo-Geschäfte geeignet

Obwohl Fakturia ursprünglich als Subscription-Management-Plattform für wiederkehrende Vertragsverhältnisse bekannt wurde, eignet sich die Software ebenso für die reguläre, einmalige Rechnungsstellung klassischer Einzelunternehmer – etwa Handwerker, Berater oder freiberuflich Tätige ohne Abo-Modell. Wer beide Abrechnungsarten benötigt, etwa gelegentliche Einzelrechnungen neben einem wachsenden Abo-Geschäft, kann beides in einem einzigen System abbilden, statt zwei separate Tools parallel zu pflegen.

Wann sich ein Wechsel zur Business-Serie lohnt

Wächst der Monatsumsatz deutlich über die genannten Schwellenwerte hinaus, sollte geprüft werden, ob ein Wechsel von der umsatzabhängigen FLEX-Serie zur Business-Serie mit fester Grundgebühr und Inklusivkontingenten wirtschaftlicher ist. Diese Entscheidung lässt sich anhand des tatsächlichen und erwarteten Umsatzverlaufs unkompliziert selbst nachrechnen.

Häufige Fragen

Bei niedrigem oder stark schwankendem Monatsumsatz ist ein umsatzabhängiges Modell wie Fakturia FLEX One (1,9 % vom Umsatz, keine Grundgebühr) oft günstiger als die festen Monatsgebühren etablierter Anbieter wie sevDesk oder easybill.
Je nach Vergleichstarif liegt dieser Punkt zwischen etwa 500 und gut 1.000 Euro Monatsumsatz. Oberhalb dieser Schwelle übersteigt der prozentuale FLEX-One-Anteil die feste Monatsgebühr der Konkurrenz.
Ja, Fakturia ist trotz seiner Herkunft aus dem Subscription-Management ebenso für die reguläre, einmalige Rechnungsstellung geeignet und kann beide Abrechnungsarten in einem System kombinieren.
Nein, alle genannten Preise sind Richtwerte auf Nettobasis und können sich beim jeweiligen Anbieter ändern. Vor einer endgültigen Entscheidung sollten die aktuell gültigen Tarife direkt beim Anbieter geprüft werden.