Zwei Gesellschafterrollen, zwei unterschiedliche Zugriffsbedürfnisse
Anders als bei der bereits behandelten OHG unterscheidet die KG grundlegend zwischen zwei Gesellschafterrollen: dem persönlich haftenden Komplementär, der die Geschäfte führt und vollen Einblick benötigt, und dem nur beschränkt haftenden Kommanditisten, der zwar am Gewinn beteiligt ist, aber standardmäßig keine Geschäftsführungsbefugnis besitzt. Für die Rechnungssoftware bedeutet das ein noch feineres Berechtigungskonzept als bei GbR oder OHG: Während der Komplementär vollen Zugriff auf Rechnungsstellung, Zahlungseingänge und Mahnwesen benötigt, reicht für Kommanditisten häufig ein eingeschränkter, rein einsehender Zugang zu Umsatz- und Ertragszahlen.
Volle Bilanzierungspflicht wie bei der OHG
Wie bereits bei der OHG beschrieben, greift die Befreiung nach § 241a HGB ausschließlich für Einzelkaufleute – nicht für Personenhandelsgesellschaften. Auch eine KG ist deshalb unabhängig von ihrer Größe von Beginn an zur doppelten Buchführung mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung verpflichtet, ohne die Übergangsfrist, die ein Eingetragener Kaufmann unterhalb bestimmter Schwellenwerte noch nutzen kann.
Vergleich gängiger Rechnungsprogramme für die KG
| Anbieter | Einstiegspreis | Rollenkonzept | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| sevDesk Buchhaltung | ab ca. 17,90 €/Monat | Nutzerrollen meist erst in höheren Tarifen | EÜR und USt-VA, DATEV-Export vorhanden |
| Lexware Office | ab ca. 7,90 €/Monat | Eingeschränkte Rollentrennung | Optionale Lohnabrechnung |
| Fakturia FLEX One | keine Grundgebühr | Rollen- und Rechteverwaltung inklusive | Kein Fixkostenrisiko in der Gründungsphase |
| Fakturia Professional | 139,00 €/Monat | Rollen- und Rechteverwaltung inklusive | 500 Verträge inklusive, DATEV-Buchungsdatenservice mit Belegbildern |
Alle genannten Preise verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer und können sich beim jeweiligen Anbieter ändern – eine Prüfung der aktuellen Tarife vor der endgültigen Entscheidung ist empfehlenswert.
Eingeschränkter Zugang für Kommanditisten
Da Kommanditisten am Ergebnis beteiligt sind, aber üblicherweise keine operative Rolle im Tagesgeschäft übernehmen, profitieren KGs besonders von einer Software, die unterschiedliche Berechtigungsstufen ohne Zusatzkosten pro Nutzer erlaubt. Fakturia bietet hierfür eine integrierte Rollen- und Rechteverwaltung, mit der sich etwa ein reiner Lesezugriff auf Umsatzberichte für Kommanditisten von der vollen Bearbeitungsberechtigung für den Komplementär trennen lässt.
Kostenvergleich nach Monatsumsatz
| Monatsumsatz | Fakturia FLEX One (1,9 %) | Fakturia Professional (fix) | sevDesk Buchhaltung |
|---|---|---|---|
| 3.000 € | 57,00 € | 139,00 € | 17,90 € |
| 7.316 € | 139,00 € | 139,00 € | 17,90 € |
| 15.000 € | 285,00 € | 139,00 € | 17,90 € |
| 30.000 € | 570,00 € | 139,00 € | 17,90 € |
Der Break-even zwischen FLEX One und dem Professional-Tarif liegt weiterhin bei rund 7.316 Euro Monatsumsatz. Da eine KG häufig gezielt zur Aufnahme externen Kapitals über Kommanditisten gegründet wird, ist ein gewisses Geschäftsvolumen von Beginn an eingeplant, wodurch dieser Punkt in der Praxis oft schnell erreicht wird.
Fakturia ist nicht nur für Abo-Geschäfte geeignet
Auch für eine KG ohne jedes Abo-Modell eignet sich Fakturia für die reguläre, einmalige Rechnungsstellung. Wer neben klassischen Einzelrechnungen zusätzlich wiederkehrende Vertragsverhältnisse abrechnet, kann beides in einem System bündeln – inklusive einer für Komplementäre und Kommanditisten getrennten Zugriffsverwaltung.