Seat-based Pricing (Preis pro Nutzer)

Beim Seat-based Pricing richtet sich der Preis nach der Anzahl der Nutzer, die Zugriff auf das Produkt haben – ein einfaches, planbares Modell, das mit dem Kunden mitwächst.

Seat-based Pricing, auch Per-User-Pricing oder Preis pro Nutzer genannt, ist ein Preismodell, bei dem der Kunde pro Nutzerplatz (Seat) einen festen Betrag zahlt. Der Gesamtpreis ergibt sich aus Preis pro Nutzer mal Anzahl der Nutzer.

So funktioniert das Modell

Der Kunde bucht eine bestimmte Anzahl von Nutzerplätzen, etwa zehn Seats zu je 12 € im Monat. Das ergibt 120 € pro Monat. Wächst das Team, kommen weitere Seats hinzu, schrumpft es, werden Plätze abgebucht. Das Modell ist leicht zu verstehen und lässt sich gut mit einer Mindestanzahl an Nutzern oder mit Paketen kombinieren.

Vorteile für Anbieter und Kunden

Für Anbieter ist der Umsatz gut planbar, und er wächst, wenn Kunden das Produkt im Unternehmen ausbreiten. Das stützt den Expansion Revenue und die Net Revenue Retention. Kunden können ihre Kosten leicht kalkulieren, und es gibt keine Überraschungen am Monatsende.

Nachteile und Risiken

Das Modell koppelt den Preis an die Nutzerzahl, nicht an den tatsächlichen Nutzen. Kunden sparen deshalb gern Seats, etwa durch geteilte Zugänge. Das kann den Umsatz bremsen. Bei Produkten, bei denen wenige Nutzer sehr viel Wert erzeugen, passt ein verbrauchsabhängiges Modell oft besser, siehe Metered Billing. Auch gestaffelte Nutzerpreise (Staffel- oder Volumenpreise) werden häufig mit dem Modell kombiniert, siehe Volumenpreis.

Nutzerwechsel mitten im Abrechnungszeitraum

Die eigentliche Herausforderung ist die Abrechnung bei Änderungen. Kommen im laufenden Monat Nutzer hinzu, wird ihr Preis anteilig berechnet. Fügt ein Kunde in der Monatsmitte drei Seats zu je 12 € hinzu, ergibt das bei einem 30-Tage-Monat und 15 verbleibenden Tagen 3 × 12 € × 15/30 = 18 €. Diese anteilige Berechnung nennt sich Proratierung. Sie ist nur dann nachvollziehbar, wenn das System taggenau abrechnet und die Änderung auf der Rechnung klar ausweist.

Seat-based Pricing im Abrechnungssystem

Fakturia rechnet Tarifwechsel und Änderungen der Anzahl der gebuchten Services taggenau und anteilig ab, auch bei Upgrade und Downgrade, siehe Upgrade und Downgrade mit Proration. Kunden können im Self-Service-Portal ihre Verträge einsehen und ändern, zum Beispiel ein Upgrade durchführen. Wie Sie das Modell konkret mit Ihren Artikeln abbilden, besprechen Sie am besten im Beratungsgespräch oder in einem Testmandanten.

Wann Seat-based Pricing passt

Das Modell eignet sich, wenn jeder Nutzer einen vergleichbaren Wert erhält, etwa bei Kollaborationstools oder Branchensoftware. Für Produkte mit stark schwankender Nutzung oder mit wenigen, aber intensiven Nutzern sollten Sie Alternativen prüfen oder das Modell mit einer Nutzungskomponente kombinieren.

Typische Varianten

In der Praxis gibt es mehrere Ausprägungen: Named User, bei dem jeder Platz einer Person fest zugeordnet ist, Concurrent User, bei dem nur die gleichzeitig aktiven Nutzer zählen, sowie Mindestmengen oder Pakete, etwa ab fünf Seats. Welche Variante gewählt wird, bestimmt, wie leicht sich die Nutzerzahl nachweisen und abrechnen lässt.

Häufige Fragen

Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Nutzerplätze (Seats), die ein Kunde bucht. Gesamtpreis = Preis pro Seat mal Anzahl der Seats.
Anteilig nach der verbleibenden Zeit im Abrechnungszeitraum, zum Beispiel 3 Seats zu 12 € mit 15 von 30 Tagen ergeben 18 €. Das nennt sich Proratierung.
Der Preis hängt an der Nutzerzahl, nicht am Nutzen. Kunden teilen deshalb manchmal Zugänge, und bei stark schwankender Nutzung passt ein verbrauchsabhängiges Modell oft besser.
Fakturia rechnet laut Funktionsbeschreibung Tarifwechsel und Änderungen der Anzahl gebuchter Services taggenau und anteilig ab.

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