Eine Subscription-Pause setzt ein Abonnement für einen Zeitraum aus, ohne es zu kündigen. Während der Pause werden keine Leistungen erbracht und keine Rechnungen gestellt, danach läuft der Vertrag weiter.
Wofür eine Pause gut ist
Kunden kündigen oft, weil sie den Dienst vorübergehend nicht brauchen: Saisongeschäft, Urlaub, Elternzeit oder ein Engpass im Budget. Bietet der Anbieter eine Pause an, kann er diese Kündigung vermeiden und senkt so die Churn Rate. Zudem bleibt der Kunde im System, und die Rückkehr ist einfach, auch im Rahmen einer Win-back-Kampagne.
Pause, Kündigung und Kulanzfrist
Die Pause ist keine Kündigung: Der Vertrag besteht weiter, und es gelten die vereinbarten Bedingungen. Auch von der Kulanzfrist unterscheidet sie sich. Die Kulanzfrist gibt einem säumigen Zahler Zeit, die Pause hält den Vertrag bewusst an. Wer einen Vertrag beenden will, braucht weiterhin einen leicht zugänglichen Kündigungsbutton.
Regeln, die Sie festlegen sollten
- Dauer: maximale Länge der Pause, zum Beispiel ein bis drei Monate.
- Häufigkeit: wie oft ein Kunde pro Jahr pausieren darf.
- Laufzeit: verlängert sich eine Mindestlaufzeit um die Pause? Siehe Mindestvertragslaufzeit.
- Abrechnung: bereits bezahlte Zeiträume werden erstattet oder verlängert.
Abrechnung und Buchhaltung
Bei Vorauszahlung sind Pausen buchhalterisch relevant: Der bezahlte, aber nicht genutzte Teil bleibt als passive Rechnungsabgrenzung bestehen oder wird erstattet. Die Wirkung auf MRR und ARR sollten Sie in Ihren Kennzahlen eindeutig festlegen, siehe MRR.
Praxistipp
Weisen Sie Kunden im Kündigungsprozess auf die Pause hin, doch beachten Sie dabei die Rechtsprechung: Auf der Bestätigungsseite des Kündigungsbuttons dürfen keine Alternativen angeboten werden, siehe BGH-Urteil.
Pause als Mahnstrategie
Auch bei Zahlungsproblemen lässt sich ein Vertrag anhalten. In Fakturia kann nach einer Rücklastschrift als Folgeaktion der Vertrag pausiert werden. Wie Sie Pausen für Ihr Modell sinnvoll gestalten, besprechen Sie im Beratungsgespräch.