Skonto-Rechner

Berechnet Skontobetrag und den oft unterschätzten effektiven Jahreszins auf einen Blick.

Der Skonto-Rechner zeigt auf einen Blick, wie viel ein Kunde bei fristgerechter Zahlung tatsächlich spart – und welchem effektiven Jahreszins dieser Nachlass entspricht. Gerade der zweite Wert überrascht viele: Ein auf den ersten Blick kleiner Prozentsatz wie 2 % Skonto kann einem effektiven Jahreszins von über 30 % entsprechen.

Wie der Skontobetrag berechnet wird

Der Skontobetrag ergibt sich schlicht aus dem vereinbarten Prozentsatz auf den Rechnungsbetrag: Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100. Der tatsächlich zu zahlende Betrag bei fristgerechter Zahlung ist der Rechnungsbetrag abzüglich dieses Skontobetrags. Mehr zu den Grundlagen und der korrekten Formulierung auf der Rechnung finden Sie im Ratgeber-Artikel Skonto gewähren.

Warum der effektive Jahreszins so wichtig ist

Skonto wirkt auf den ersten Blick nach einem kleinen Nachlass – tatsächlich entspricht es aber einem erheblichen effektiven Zinssatz, da es an eine sehr kurze Frist gebunden ist. Die Formel dafür lautet:

📐 Formel für den effektiven Jahreszins

Effektiver Jahreszins = (Skontosatz ÷ (100 − Skontosatz)) × (360 ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist)) × 100

Bei den klassischen Konditionen „2 % Skonto innerhalb von 10 Tagen, netto innerhalb von 30 Tagen" ergibt sich daraus ein effektiver Jahreszins von rund 36,7 % – deutlich mehr, als die meisten Unternehmen für einen kurzfristigen Kredit zahlen würden.

Ein Rechenbeispiel

Eine Rechnung über 1.190 Euro brutto mit 2 % Skonto bei 10 Tagen Skontofrist und 30 Tagen regulärem Zahlungsziel: Der Skontobetrag beträgt 23,80 Euro, der Zahlbetrag bei fristgerechter Zahlung somit 1.166,20 Euro. Der effektive Jahreszins liegt bei rund 36,7 % – dieser Wert erscheint automatisch im Rechner, sobald zusätzlich zum Skontosatz auch Skontofrist und Zahlungsziel eingetragen werden.

Wann sich Skonto für den Zahlenden lohnt

Aus Sicht des zahlenden Unternehmens lohnt sich die Nutzung von Skonto fast immer, sofern die eigene Liquidität es zulässt – der effektive Jahreszins liegt in aller Regel deutlich über den Kosten eines kurzfristigen Kontokorrentkredits. Wer eine Rechnung also ohnehin begleichen muss, sollte Skonto nach Möglichkeit nutzen, notfalls sogar durch eine kurzfristige Zwischenfinanzierung.

Wann sich Skonto für den Anbieter lohnt

Aus Anbietersicht ist Skonto ein Instrument zur Liquiditätssteuerung, aber kein kostenloses: Der gewährte Nachlass entspricht faktisch den oben berechneten Finanzierungskosten. Wer Skonto systematisch anbietet, sollte diesen Effekt bewusst gegen den Liquiditätsvorteil schnellerer Zahlungseingänge abwägen – Details dazu im Ratgeber-Artikel Skonto gewähren: Berechnung und richtige Angabe auf der Rechnung.

Steuerliche Auswirkung nicht vergessen

Wird Skonto in Anspruch genommen, verringert sich auch die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer entsprechend. Der hier berechnete Zahlbetrag ist deshalb auch für die korrekte buchhalterische Erfassung der tatsächlich vereinnahmten beziehungsweise gezahlten Umsatzsteuer relevant.

Datenschutz: Vollständig lokale Berechnung

Die gesamte Berechnung erfolgt direkt in Ihrem Browser per JavaScript. Es werden keine Beträge oder Konditionen an einen Server übertragen oder gespeichert.

Häufige Fragen

Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100. Der Zahlbetrag bei fristgerechter Zahlung ist der Rechnungsbetrag abzüglich dieses Skontobetrags.
Weil sich der Nachlass auf eine sehr kurze Frist bezieht – hochgerechnet auf ein Jahr ergibt selbst ein kleiner Prozentsatz wie 2 % einen erheblichen effektiven Zinssatz, oft über 30 %.
In den allermeisten Fällen ja, da der effektive Jahreszins meist deutlich über den Kosten eines kurzfristigen Kredits liegt – vorausgesetzt, die eigene Liquidität lässt die frühere Zahlung zu.
Nein, der Skontobetrag selbst lässt sich bereits aus Rechnungsbetrag und Skontosatz berechnen. Skontofrist und Zahlungsziel werden nur zusätzlich für den effektiven Jahreszins benötigt.

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