Der IBAN-Prüfer validiert die Prüfziffer einer IBAN nach dem international genormten MOD-97-10-Verfahren und erkennt damit Tippfehler oder vertauschte Ziffern zuverlässig, bevor eine Überweisung fehlschlägt. Die Prüfung erfolgt vollständig lokal in Ihrem Browser – die eingegebene IBAN wird zu keinem Zeitpunkt an einen Server übertragen oder gespeichert.
Wie die IBAN-Prüfziffer funktioniert
Jede IBAN enthält an dritter und vierter Stelle zwei sogenannte Prüfziffern, die nach dem internationalen Standard ISO 7064 (MOD-97-10) berechnet werden. Der Algorithmus funktioniert vereinfacht so: Die ersten vier Zeichen der IBAN werden ans Ende verschoben, alle Buchstaben werden durch Zahlen ersetzt (A=10, B=11, bis Z=35), und die entstehende sehr große Zahl wird durch 97 geteilt. Bleibt als Rest exakt 1, ist die Prüfziffer korrekt. Genau dieser Rechenweg läuft im obigen Prüfer automatisch ab, sobald Sie auf „IBAN prüfen" klicken.
Was der IBAN-Prüfer erkennt – und was nicht
Der Prüfer erkennt zuverlässig Tippfehler, vertauschte Ziffern und falsche Längen, da diese fast immer zu einer falschen Prüfziffer führen. Er kann jedoch nicht bestätigen, dass ein Konto mit dieser IBAN tatsächlich existiert oder dass der angegebene Kontoinhaber korrekt ist – dafür wäre eine Kontoabfrage beim jeweiligen Kreditinstitut nötig. Der IBAN-Prüfer ist also ein wirksamer erster Filter gegen Zahlendreher, aber kein Ersatz für eine Kontoinhaberprüfung.
IBAN-Längen im europäischen Vergleich
| Land | Ländercode | Länge |
|---|---|---|
| Deutschland | DE | 22 Zeichen |
| Österreich | AT | 20 Zeichen |
| Schweiz | CH | 21 Zeichen |
| Frankreich | FR | 27 Zeichen |
| Italien | IT | 27 Zeichen |
| Niederlande | NL | 18 Zeichen |
| Spanien | ES | 24 Zeichen |
Die Länge einer IBAN ist je Land gesetzlich fest vorgegeben. Weicht die eingegebene Zeichenzahl von der für das jeweilige Land erwarteten Länge ab, meldet der Prüfer dies bereits vor der eigentlichen Prüfziffernberechnung.
Aufbau einer deutschen IBAN
Eine deutsche IBAN ist genau 22 Zeichen lang und setzt sich zusammen aus dem Ländercode „DE", den zwei Prüfziffern, der achtstelligen Bankleitzahl und der zehnstelligen Kontonummer. Bei gültigen deutschen IBANs zeigt der Prüfer oberhalb Bankleitzahl und Kontonummer getrennt an, damit sich beide Bestandteile leicht mit anderen Unterlagen abgleichen lassen.
Typische Fehlerquellen bei der IBAN-Eingabe
- Vertauschte Ziffern: Die häufigste Fehlerquelle beim manuellen Abtippen einer IBAN aus einem Dokument.
- Fehlender oder falscher Ländercode: Besonders bei international tätigen Geschäftspartnern versehentlich der deutsche Ländercode statt des korrekten verwendet.
- Kopierte Leerzeichen oder Sonderzeichen: Beim Kopieren aus PDF-Dokumenten rutschen gelegentlich unsichtbare Zeichen mit hinein, die der Prüfer automatisch entfernt.
- Veraltete Kontonummer nach Bankfusion: Nach Zusammenschlüssen von Banken ändern sich mitunter Bankleitzahlen, ohne dass Kunden dies bemerken.
Wofür der IBAN-Prüfer im Geschäftsalltag genutzt wird
Im Rechnungswesen ist eine korrekte IBAN Voraussetzung für eine reibungslose Rechnungsstellung und für den fehlerfreien Einzug von Zahlungen per SEPA-Lastschrift. Wer IBANs manuell aus Formularen, E-Mails oder gescannten Dokumenten überträgt, sollte sie vor der ersten Verwendung prüfen, um Rücklastschriften und verzögerte Zahlungseingänge zu vermeiden. Bei automatisiertem Zahlungseinzug über ein Abrechnungssystem wird die Prüfziffer in der Regel ohnehin automatisch beim Anlegen eines Kunden validiert.
Datenschutz: Vollständig lokale Berechnung
Die gesamte Prüfung findet direkt in Ihrem Browser mittels JavaScript statt. Es werden keine Daten an einen Server übertragen, gespeichert oder protokolliert – der IBAN-Prüfer funktioniert damit auch offline, sobald die Seite einmal geladen wurde.