Ein Buchungssatz beschreibt einen Geschäftsvorfall in der Buchhaltung, indem er festlegt, auf welchem Konto im Soll und auf welchem im Haben gebucht wird. Soll und Haben ergeben immer die gleiche Summe.
Aufbau
Ein Buchungssatz nennt das Sollkonto, das Habenkonto und den Betrag. Er wird meist so geschrieben: „Konto Soll an Konto Haben“. Hinzu kommen Datum, Belegnummer, Buchungstext und gegebenenfalls ein Steuerschlüssel. Das Prinzip der doppelten Buchführung verlangt, dass jede Buchung auf zwei Konten wirkt.
Beispiel: Ausgangsrechnung
Wird eine Rechnung über 119 Euro brutto mit 19 % Umsatzsteuer gestellt, lautet der Buchungssatz sinngemäß: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Debitor) 119 Euro im Soll an Erlöse 100 Euro und Umsatzsteuer 19 Euro im Haben. Zahlt der Kunde, wird der Debitor ausgeglichen: Bank 119 Euro an Forderungen. Welche Konten konkret gelten, hängt vom Kontenrahmen ab.
Automatikkonten
Bei Erlöskonten mit Umsatzsteuerautomatik wird die Steuer aus dem Bruttobetrag herausgerechnet. Deshalb enthält der Buchungssatz in Exporten oft nur den Bruttobetrag. Dabei können Rundungsdifferenzen entstehen.
Buchungssätze im Export
Abrechnungssysteme erzeugen Buchungssätze und geben sie als Stapel aus, etwa im DATEV-Format. Je Rechnungsposition oder Kostenstelle kann ein eigener Satz entstehen, siehe Kostenstelle. Beispiele für typische Fälle finden Sie unter Buchungssätze.
Praxistipps
- Prüfen Sie, dass Soll und Haben je Beleg übereinstimmen.
- Stimmen Sie Konten und Steuerschlüssel mit der Kanzlei ab.
- Nutzen Sie aussagekräftige Buchungstexte mit Rechnungsnummer.