Ein Upgrade ist der Wechsel eines Kunden in einen höherwertigen Tarif, ein Downgrade der Wechsel in einen günstigeren oder kleineren. Beides sind klassische Vertragsänderungen im Abo-Geschäft.
Warum Tarifwechsel wichtig sind
Kunden wachsen, schrumpfen oder ändern ihre Bedürfnisse. Ein Upgrade erhöht den wiederkehrenden Umsatz und zählt zum Expansion Revenue. Ein Downgrade senkt ihn, ist aber meist besser als eine Kündigung. Wer Downgrades einfach ermöglicht, behält Kunden, die sonst kündigen würden. Beide Bewegungen fließen in die Net Revenue Retention ein.
Wann der Wechsel wirksam wird
Hier gibt es zwei übliche Modelle. Beim sofortigen Wechsel gilt der neue Tarif ab dem Änderungstag, und die Differenz wird anteilig verrechnet, siehe Proratierung. Beim Wechsel zum nächsten Abrechnungszeitraum läuft der alte Tarif bis zum Ende weiter. Üblich ist, Upgrades sofort und Downgrades zum Periodenende wirksam zu machen. Diese Regel sollten Sie in den Vertragsbedingungen festhalten.
Beispiel: Upgrade mitten im Monat
Ein Kunde wechselt am 11. eines 30-Tage-Monats von einem Tarif für 30 Euro auf einen für 60 Euro. Für die verbleibenden 20 Tage fällt der Aufpreis von 30 Euro × 20 ÷ 30 = 20 Euro an. Der Kunde zahlt also nur die Differenz für die tatsächliche Nutzung des höheren Tarifs. Mit dem Preiserhöhungs-Rechner und der Abrechnungslogik lassen sich solche Fälle durchspielen.
Rechnung und Buchhaltung
Die Differenz erscheint auf der nächsten Rechnung oder auf einer Zwischenrechnung. Bei Downgrades kann eine Gutschrift nötig sein, siehe Gutschrift. Auf der Rechnung sollten beide Leistungszeiträume erkennbar sein, siehe Leistungszeitraum.
Upgrade und Downgrade mit Fakturia
Fakturia berechnet Tarifwechsel anteilig für den laufenden Abrechnungszeitraum, siehe Upgrade und Downgrade mit proratierter Abrechnung. Kunden können über das Self-Service-Portal ihren Vertrag ändern und ein Upgrade durchführen. Wie Sie Ihre Tarifwechsel-Regeln abbilden, klären Sie im Beratungsgespräch.