Stripe berechnet, ähnlich wie andere Zahlungsdienstleister, seine Transaktionsgebühr direkt vom Verkaufsbetrag, bevor der Restbetrag ausgezahlt wird. Anders als bei einem einheitlichen Pauschalsatz unterscheidet Stripe dabei deutlich nach Zahlungsmethode und Kartenherkunft, was bei der Buchung berücksichtigt werden sollte.
Aktuelle Stripe-Gebühren 2026
Für Kartenzahlungen aus dem Europäischen Wirtschaftsraum berechnet Stripe rund 1,4 bis 1,5 Prozent des Transaktionsbetrags zuzüglich einer festen Gebühr von 0,25 Euro pro Zahlung. Bei Karten außerhalb Europas steigt der Satz auf etwa 2,9 Prozent zuzüglich 0,25 Euro. Eine feste monatliche Grundgebühr oder Einrichtungskosten fallen bei Stripe nicht an – abgerechnet wird ausschließlich pro erfolgreicher Transaktion. Bei Zahlungen in Fremdwährung kommt zusätzlich eine Währungsumrechnungsgebühr von etwa 2 Prozent hinzu.
Ein Rechenbeispiel: EU-Kartenzahlung
📐 Beispieldaten
Verkaufspreis: 500,00 € · Stripe-Gebühr: 500,00 € × 1,4 % + 0,25 € = 7,25 € → Auszahlung: 492,75 €
Buchung der Stripe-Kartenzahlung
Angenommen, dem Verkaufspreis liegt eine bereits gestellte Ausgangsrechnung über 500,00 Euro brutto zugrunde. Bei Zahlungseingang wird zunächst der volle Bruttobetrag auf ein Stripe-Durchlaufkonto gebucht, anschließend die einbehaltene Gebühr gesondert als Aufwand erfasst:
| Kontenrahmen | Soll | Haben | Betrag |
|---|---|---|---|
| SKR03 | 1370 Stripe-Konto | 1400 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 500,00 € |
| SKR04 | 1462 Stripe-Konto | 1200 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 500,00 € |
| Kontenrahmen | Soll | Haben | Betrag |
|---|---|---|---|
| SKR03 | 4970 Nebenkosten des Geldverkehrs | 1370 Stripe-Konto | 7,25 € |
| SKR04 | 6855 Nebenkosten des Geldverkehrs | 1462 Stripe-Konto | 7,25 € |
SEPA-Lastschrift über Stripe als günstigere Alternative
Für Kunden im DACH-Raum bietet Stripe die Abwicklung per SEPA-Lastschrift zu einer pauschalen Gebühr von 0,35 Euro je Transaktion an, unabhängig von der Höhe des Rechnungsbetrags – bei größeren Beträgen ist das deutlich günstiger als die prozentuale Kartengebühr.
📐 Beispieldaten
Gleicher Verkaufspreis 500,00 € per SEPA-Lastschrift: 500,00 € − 0,35 € = 499,65 € Auszahlung (statt 492,75 € bei Kartenzahlung)
Die Buchungslogik bleibt identisch, lediglich der Gebührenbetrag in der zweiten Buchungszeile ändert sich entsprechend von 7,25 Euro auf 0,35 Euro.
Chargeback-Gebühr bei Rückbuchungen
Wird eine Kartenzahlung nachträglich vom Karteninhaber per Chargeback zurückgebucht, berechnet Stripe zusätzlich zur zurückgebuchten Zahlung selbst eine pauschale Bearbeitungsgebühr von 15,00 Euro. Diese wird nur erstattet, wenn der Händler dem Chargeback erfolgreich widerspricht. Die Chargeback-Gebühr sollte separat von der ursprünglichen Transaktionsgebühr als eigener Buchungsposten erfasst werden, um beide Kostenarten in der Auswertung unterscheiden zu können.
Automatisierte Verbuchung bei hohem Transaktionsvolumen
Bei einer größeren Anzahl monatlicher Transaktionen wird die manuelle Einzelverbuchung jeder Stripe-Gebühr schnell unpraktikabel. Ein Subscription-Management-System mit direkter Stripe-Anbindung gleicht Zahlungseingänge, Gebühren und eventuelle Chargebacks automatisiert ab, sodass die Trennung zwischen Bruttoumsatz und Gebührenaufwand nicht für jede einzelne Zahlung von Hand nachvollzogen werden muss.
Wichtiger Hinweis zu den Kontennummern
Die hier genannten Kontennummern entsprechen der gängigen Standardbelegung von SKR03 und SKR04, können aber je nach verwendeter Buchhaltungssoftware und Kontenrahmen-Version geringfügig abweichen. Die genannten Gebührensätze können sich zudem je nach individuell verhandelten Konditionen und Zeitpunkt unterscheiden – eine Prüfung der aktuell gültigen Stripe-Preisliste vor der endgültigen Kalkulation wird empfohlen. Im Zweifelsfall sollte die konkrete Buchung mit dem eigenen Steuerberater abgestimmt werden.
Häufige Fragen
Buchhaltungsexport direkt aus dem Abrechnungssystem
Wer Subscription-Verträge abrechnet, kennt den manuellen Aufwand in der Buchhaltung. Fakturia übergibt die eigenen Rechnungs- und Zahlungsdaten automatisiert über den DATEV-Buchungsdatenservice 2.0 an DATEV Unternehmen online – inklusive Belegbildern. Vorauszahlungen wie Jahresabonnements werden dabei automatisch über die passive Rechnungsabgrenzung (PRAP) periodengerecht verteilt.