Skonto ist ein prozentualer Preisnachlass, den ein Lieferant gewährt, wenn der Kunde innerhalb einer kurzen Frist zahlt. Typisch sind „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, netto in 30 Tagen“.
Wie Skonto funktioniert
Die Rechnung nennt zwei Fristen: eine kurze mit Nachlass und das reguläre Zahlungsziel. Zahlt der Kunde innerhalb der kurzen Frist, darf er den Skontobetrag abziehen. Für den Lieferanten ist das ein Anreiz, früher an sein Geld zu kommen. Er verbessert damit seine Liquidität und senkt das Ausfallrisiko.
Berechnung und Beispiel
Bei einer Rechnung über 1.190 Euro brutto (1.000 Euro netto) und 2 % Skonto beträgt der Nachlass 23,80 Euro brutto. Der Kunde überweist 1.166,20 Euro. Das Skonto mindert auch die Umsatzsteuer: Die Bemessungsgrundlage sinkt um 20 Euro netto, die Umsatzsteuer um 3,80 Euro. Mit dem Skonto-Rechner lässt sich das schnell prüfen.
Was Skonto wirtschaftlich kostet
Hinter einem kleinen Prozentsatz steckt ein hoher Jahreszins. Bei 2 % Skonto für 20 gewonnene Tage (Zahlung nach 10 statt 30 Tagen) entspricht das hochgerechnet etwa 37 % pro Jahr (2 ÷ 98 × 360 ÷ 20). Für Kunden lohnt sich die schnelle Zahlung deshalb fast immer, für Lieferanten ist Skonto ein teures Finanzierungsmittel. Eine Gegenüberstellung bietet der Ratgeber Skonto gewähren.
Skonto auf der Rechnung und in der Buchhaltung
Die Skontovereinbarung gehört in die Rechnung oder den Vertrag, damit sie nachweisbar ist. Zu den Pflichtangaben zählt nach § 14 Abs. 4 UStG auch jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, siehe Pflichtangaben der Rechnung. Gebucht wird der Abzug beim Zahlungseingang, siehe Skonto buchen. Offene Skontofristen sollten Sie in der Offene-Posten-Liste im Blick haben.
Skonto im Abo-Geschäft
Bei Abos, die per SEPA-Lastschrift eingezogen werden, ist Skonto selten nötig: Das Geld kommt am Fälligkeitstag automatisch. Skonto hat eher bei Rechnungszahlung im B2B einen Platz, etwa bei Jahresrechnungen. Fakturia unterstützt Recurring Payment per Lastschrift und Kartenzahlung. Ob Skonto in Ihrem Modell sinnvoll ist, besprechen Sie im Beratungsgespräch.