Abrechnung für Franchising-Anbieter

Hybride Franchise-Modelle kombinieren eine feste Monatsgebühr mit variablen Anteilen, etwa nach Mitgliederzahl. Das braucht eine flexible Abrechnung.

Franchisegeber verlangen von ihren Partnern in der Regel mehrere Entgelte: eine Eintrittsgebühr, laufende Gebühren und häufig weitere Beiträge. Besonders verbreitet sind hybride Modelle aus fester Monatsgebühr und variablen Anteilen. Bei vielen Franchise-Nehmern wird die Abrechnung schnell komplex.

Typische Use-Cases

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Feste Systemgebühr

Eine monatliche Grundgebühr für Marke, Know-how und Systemnutzung wird automatisch berechnet.

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Variable Anteile nach Mitgliederzahl

Hat ein Franchise-Nehmer etwa ein Fitnessstudio, steigt die Gebühr mit der Zahl seiner Mitglieder.

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Umsatzabhängige Gebühren

Prozentuale Anteile am Umsatz werden aus gemeldeten Werten berechnet und als Leistung eingebucht.

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Eintrittsgebühr

Einmalige Gebühren bei Vertragsstart lassen sich zusammen mit den laufenden Beträgen verwalten.

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Marketingbeiträge

Beiträge für gemeinsame Werbung können als eigener Artikel mitberechnet werden.

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Vertriebspartner

Provisionen für Vermittler werden automatisch als Abrechnungsgutschrift erstellt.

Hybride Gebührenmodelle im Franchising

Ein Franchise-System lebt von den laufenden Zahlungen seiner Partner. Üblich ist eine feste monatliche Gebühr, zu der variable Anteile kommen. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Franchisegeber fordert eine Grundgebühr und zusätzlich einen Betrag je Mitglied im Fitnessstudio des Franchise-Nehmers. Das Modell ist fair, weil die Gebühr mit dem Erfolg des Partners wächst, verlangt aber zuverlässige Mengenangaben und eine flexible Abrechnung. Die Grundlagen beschreibt Subscription-Management.

Wie variable Anteile abgerechnet werden

Ändert sich die Zahl der abzurechnenden Einheiten, etwa Mitglieder oder Standorte, kann die Anzahl der gebuchten Services im Vertrag angepasst werden. Fakturia berechnet Änderungen tagesgenau. Bei umsatzabhängigen Gebühren, zum Beispiel zwei Prozent des erzielten Umsatzes, ist die Berechnung dagegen derzeit nicht direkt möglich. Der Franchisegeber ermittelt die Gebühr in seinem eigenen System aus den gemeldeten Umsätzen und bucht sie per API als Leistung ein, wobei sich der Nettopreis frei übergeben lässt. Auch die Erfassung der Werte muss vor dem Rechnungslauf abgeschlossen sein.

Umsatzsteuer auf Franchise-Gebühren

Die Leistungen des Franchisegebers, also Überlassung von Marke, Know-how und laufender Unterstützung, sind in der Regel umsatzsteuerpflichtige sonstige Leistungen. Das gilt nach Fachliteratur auch für die Eintrittsgebühr, die dem Regelsteuersatz unterliegt. Franchise-Nehmer sind meist Unternehmer und können die Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen, wenn die Rechnung vollständig ist, siehe Pflichtangaben und Vorsteuerabzug. Bei Franchise-Nehmern im Ausland ist die Einordnung gesondert zu prüfen.

Regelmäßiger Einzug per Lastschrift

Franchise-Gebühren werden häufig per Lastschrift eingezogen. Fakturia kann Lastschriften über die Hausbank einreichen oder wiederkehrende Zahlungen über Paymentprovider abwickeln. Bei Zahlungsproblemen kommt das mehrstufige Mahnwesen zum Einsatz. Das ist wichtig, weil verspätete Gebühren das gesamte System belasten.

Eintrittsgebühr und Laufzeiten

Einmalige Eintrittsgebühren und laufende Gebühren lassen sich im selben Vertrag verwalten. Franchiseverträge laufen häufig über mehrere Jahre, sodass Mindestvertragslaufzeit und Kündigungsfrist im Vertrag zu hinterlegen sind. Zahlen Partner Beträge im Voraus, müssen diese buchhalterisch verteilt werden, siehe passive Rechnungsabgrenzung.

Provisionen für Vertriebspartner

Wer neue Franchise-Nehmer über Vermittler gewinnt, zahlt häufig Provisionen. Fakturia erstellt automatisch Abrechnungsgutschriften auf die Umsätze der zugewiesenen Kunden, auch als Lifetime-Provision, und kann sie per SEPA-Sammelüberweisung auszahlen. Die Provision lässt sich auf Artikelebene festlegen.

Transparenz über das gesamte System

Franchisegeber benötigen einen Überblick über Partner, Verträge und Umsätze. Reports liefern Kundenlisten, Neuverträge und Kündigungen sowie Kennzahlen zu MRR und Churn. Über die REST-API lassen sich Franchise-Verwaltungssysteme anbinden. Probieren Sie Ihr Gebührenmodell in der kostenlosen Sandbox aus oder besprechen Sie es in einem Beratungsgespräch.

Passende Fakturia-Funktionen

Häufige Fragen

Die feste Monatsgebühr wird als wiederkehrender Artikel hinterlegt. Variable Anteile nach Menge, etwa Mitgliederzahl, werden über die Anzahl der gebuchten Services oder als eingebuchte Leistung berechnet.
Nein, prozentuale Anteile am Umsatz werden derzeit nicht direkt berechnet. Der Franchisegeber ermittelt sie im eigenen System und bucht sie per API als Leistung ein.
In der Regel ja. Die Leistungen des Franchisegebers sind steuerpflichtige sonstige Leistungen, auch die Eintrittsgebühr unterliegt dem Regelsteuersatz. Einzelfälle gehören in die Steuerberatung.
Ja. Fakturia erstellt Abrechnungsgutschriften auf Basis der Umsätze zugewiesener Kunden und kann sie per SEPA-Sammelüberweisung auszahlen.